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 Verlauf der Bipolaren Störung

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Leo
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BeitragThema: Verlauf der Bipolaren Störung   Do Dez 15, 2011 10:07 pm

Zu welchem Zeitpunkt kann eine Bipolare Störung auftreten?

Gewöhnlich treten die ersten Symptome einer Bipolaren Störung zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr auf. In seltenen Fällen können die ersten Krankheitsepisoden auch schon bei Jugendlichen vorkommen. Bei Menschen, die nach dem fünfzigsten Lebensjahr an einer Manie erkranken, ist eine Bipolare Störung eher unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen ist die zugrunde liegende Ursache oft eine neurologische oder internistische Erkrankung, Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder auch eine Medikamentennebenwirkung. Bipolare Störungen betreffen Männer und Frauen zu gleichen Teilen, wobei die Erkrankung bei Männern eher mit manischen Episoden und bei Frauen eher mit depressiven Episoden beginnt. Insgesamt sind in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1,5 bis 5% der Bevölkerung von Bipolaren Störungen betroffen, das entspricht einer bis vier Millionen Menschen. Damit leiden in Deutschland mehr Menschen an Bipolaren Störungen als an Diabetes mellitus.

Wie verlaufen Bipolare Störungen?

Da es sich bei Bipolaren Störungen um kein einheitliches Krankheitsbild handelt, kann die Erkrankung sehr verschieden verlaufen. Grundsätzlich gilt, dass sie in Phasen oder, wie die Fachleute sagen, in manischen oder depressiven Episoden verläuft. Die Dauer der Krankheitsepisoden kann zwischen einigen Tagen, mehreren Monaten und - das ist sehr selten - einigen Jahren variieren. Im Durchschnitt dauert eine Krankheitsepisode bei unbehandelten Patienten zwischen vier und zwölf Monaten. Dabei können manische und depressive Episoden einzeln auftreten oder auch ineinander übergehen. Ein Teil der Patienten bekommt mehr manische, andere mehr depressive Episoden. Auch ein Wechseln von manischer zu depressiver Episode innerhalb einer Krankheitsepisode ist möglich. Schließlich gibt es auch sogenannte Mischzustände: Symptome der Depression und der Manie treten unterschiedlich stark zeitgleich auf.

Zwischen den einzelnen Krankheitsepisoden können Intervalle von mehreren Monaten oder Jahren liegen, in denen der Patient völlig beschwerdefrei ist bzw. über eine stabile Stimmungslage verfügt. In diesen Zeiten sind die Patienten meist voll leistungsfähig und in der Lage, den Anforderungen des täglichen Lebens zu genügen. Im Durchschnitt sind Patienten mit Bipolaren Störungen zwischen den einzelnen Krankheitsepisoden zwei bis drei Jahre beschwerdefrei. Darüber hinaus gibt es auch eine individuell unterschiedliche Anzahl an Krankheitsepisoden. Manche Patienten haben im Laufe ihres Lebens nur ein oder zwei Episoden, während andere deutlich häufiger erkranken. Durchschnittlich erleiden Menschen mit Bipolaren Störungen etwa vier Krankheitsepisoden innerhalb der ersten zehn Erkrankungsjahren. Entsprechend der Art der Krankheitsepisoden und der Ausprägung werden die Bipolaren Störungen nach folgendem Schema unterteilt:

Bipolar I-Störung
Von einer Bipolar I-Störung spricht man, wenn die Betroffenen mindestens eine über 14 Tage andauernde manische Episode und mindestens eine depressive Episode hatten.

Bipolar II-Störung

Von einer Bipolar II-Störung spricht man, wenn die Betroffenen mindestens eine über 14 Tage andauernde depressive Episode und mindestens eine hypomane (leichtere Form der Manie) Episode hatten.

Zyklothyme Störung

Von einer Zyklothymen Störung spricht man, wenn die Betroffenen über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ständig leichte manische und depressive Stimmungsschwankungen haben, wobei die einzelnen Episoden nicht alle Kriterien einer Manie oder Depression erfüllen. Dieses Störungsbild wird aber heute eher selten diagnostiziert und wird manches Mal mit dem historischen Begriff der „Zyklothymie“ verwechselt, der früher als Synonym für alle Bipolaren Störungen galt.

Obwohl die aufgeführte Einteilung auf den ersten Blick verwirrend erscheinen mag, so hat sie durchaus Bedeutung für die Behandlungsstrategie und die Wahl der entsprechenden Medikamente. Während Patienten mit Bipolar I- und -II-Störungen eigentlich immer medikamentös behandelt werden müssen, hängt es bei Patienten mit einer Zyklothymen Störung vom persönlichen Leidensdruck ab, ob eine entsprechende Therapie eingeleitet werden muss.

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